...in guten wie in schlechten Zeiten.
Hochzeitsbräuche im Usinger Land
Eheschließung und Heirat spielten einst eine bedeutende Rolle im Leben der Dorfgemeinschaft. Bei Tanzveranstaltungen, verschiedenen Jahresfesten oder in der Spinnstube boten sich Gelegenheiten, einander näherzukommen und vielleicht sogar den Partner fürs Leben zu finden. Wenn sich der Verdacht erhärtete, dass sich ein Paar „gefunden“ hatte, wurde mancherorts auf besondere Weise nachgeholfen: Ein Pfad aus Pflaumenkernen oder Sägespänen zwischen den Häusern der beiden Verliebten verriet die vermeintliche Verbindung – und lüftete so manches gut gehütete Geheimnis. Zur Hochzeit trug die Braut meist ihr dunkles Kirchgangskleid, dass durch entsprechenden „Aufputz“ zum festlichen Brautkleid wurde. Doch bevor es so weit war, musste zunächst die offizielle Brautwerbung in die Wege geleitet werden. Dabei kam einer Mittelsperson, dem sogenannten Freier, eine wichtige Rolle zu.
Die Ausstellung lud zu einem kleinen Streifzug durch die liebevolle, manchmal kuriose und heute vielfach vergessene Welt der Hochzeitsbräuche unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern ein. In den Vitrinen gab es für viele Besucher Bekanntes wiederzuentdecken, aber auch so manche Überraschung und bislang Unbekanntes zu entdecken.
Unser herzlicher Dank gilt den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern, die mit ihrem Interesse unsere Ausstellung zu einem Erfolg gemacht haben.






