...mein Treisberg
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Treisberger Geschichte

Ersterwähnungsurkunde aus dem Jahre 1272

   Im Jahre 1272 wird der Ort erstmalig erwähnt, (Ecclesie nostre in Treissberg). Er bildete damals mit den Dörfern Landstein, Finsternthal und Nodingestal das Gericht Landstein. Der Ort Nodingestal (Niethgesthal) am gleich- namigen Niedgesbach, nordwestlich von Treisberg, wird letztmals im Jahre 1531 erwähnt und dürfte vor 1550 wüst geworden sein. Bei Erdarbeiten in den Jahren 1920 und 1930 auf dem Treisberger Kirchhof gefundene Fundamentmauern lassen vermuten, dass hier einst eine Kirche (Kapelle) stand. In Akten des Jahres 1517 wird Pfarrer Claus uffm Dreisberg und aus Schriften der Jahre 1520 bis 1524 wird ein gewisser Johann, Pherner (Pfarrer) uffm Dreißberg erwähnt. Ein heute noch als Totenpfad bekannter Weg von Finsternthal, hinauf nach Treisberg weist darauf hin, dass einst die Finsterthaler ihre Toten auf dem Kirchoop (Kirchhof) in Treisberg zur letzten Ruhe brachten. Im Jahre 1369 wird das Gericht Landstein als Gericht Drasberg (Treisberg) erwähnt. Die Bezeichnungen Landstein und Treisberg werden in amtlichen Schriften im Wechsel gebraucht. Es ist zu vermuten, dass irgendwann im 14./15. Jahhrundert der "Vorort" der kleinen Herrschaft von der Pferdskopfhöhe in das Weiltal gewandert sein muß.

 

   Zur Zeit der ersten Ortserwähnung (1272) waren die Herren von Eppstein als Nachfolger derer von Drais-Nüringen Besitzer des Dorfes. Ob der Name des Ortes auf dieses Grafengeschlecht zurückgeführt werden kann, ist nicht sicher. Ein anderer, etymologischer Erklärungsansatz indes leitet "Treis" von dem mittelhochdeutschen Wort Driesch oder Triesch (mundartl. drêsch) ab. Was soviel wie "unbebautes Land" oder "ungepflügtes Feld" bedeutet.

   Im Zuge der Reformation wurde 1535 die Pfarrei Landstein auf- gehoben, die Pfarrei Treisberg nicht mehr besetzt, die Treisberger  und Finsternthäler pfarrten fortan nach Altweilnau. Der zwar weiterhin auf dem Landstein gehaltene Markt wurde schließlich im Jahre 1665 nach Eschbach verlegt. Der Marktfleck Landstein und die umliegenden Behausungen verödeten. Die heutige Ruine zeugt noch von der ehe- maligen Liebfrauenkirche. Von dem im Dreißigjährige Krieg (1618- 1648) zerstörten dreischiffigen Hallenbau, des wohl im 15. Jahrhundert erstellten Kirchengebäudes, ist nur der Westturm mit zwei seitlich zweigeschossigen Nebenräumen als Ruine erhalten. Die ehemaligen Langhauspfeiler sowie die Einfassung des Eingangsportals sind in der Usinger Laurentius-Kirche verbaut.

Kartenausschnitt: J.B. Homann, Nürnberg um 1730
Erstes Treisberger Siegel aus dem Jahre 1817

  

Dem im November 1952 amtlich gebilligten "Treisberger Wappen" liegen die Gemeinde Siegel des 19. Jahrhunderts zugrunde. Auf Wunsch des Herzoglichen (Treisberger) Schultheißen Johann Phillip Sachs war in das erste Amts- siegel von 1816 „ein Haus mit darauf befindlichen Glocken- turm“ aufgenommen worden. Es sollte das damalige Rathaus wiederspiegeln. Der erweiterte Siegel-Entwurf aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts sah zusätzlich aufgesetzte Kreuze vor, so sollte im Wappen an die untergegangene Kirche im Ort erinnert werden. (Das Gebäude wurde von 1862 bis 1962 als Schule genutzt, noch heute schmückt die zwischenzeitlich renovierte "Alte Schule" den Ortskern.)

 

 

>>> wird fortgesetzt!

[Bild- und Textquelle: Ortsarchiv Treisberg]

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