Ostern im Usinger Land
Ein Streifzug durch die Osterbräuche der Region
Man könnte meinen, die volkstümlichen Sitten und Bräuche im Usinger Land hätten sich überall weitgehend gleich entwickelt. Doch weit gefehlt! Selbst Dörfer, die nur wenige Kilometer voneinander entfernt liegen, pflegten ihre jahreszeitlichen Traditionen mitunter auf ganz unterschiedliche Weise. Die Ausstellung nahm die Besucher mit auf einen Streifzug durch die regionalen und inzwischen vielfach vergessenen Osterbräuche und zeigte anhand zahlreicher Beispiele, wie unterschiedlich die Traditionen von Ort zu Ort ausgeprägt waren.
Kaum jemand weiß heute noch, dass beispielsweise die Osternester der Kinder in Mauloff anders gestaltet wurden als in Finsternthal, Reifenberg oder im Raum Grävenwiesbach. Auch das Färben der Ostereier mit Naturfarben ist weitgehend in Vergessenheit geraten. Und selbst bei der Verzierung der gefärbten Eier gab es regionale Besonderheiten: In den Dörfern der heutigen Gemeinde Weilrod kamen andere Techniken zum Einsatz als weilaufwärts oder in der Usinger Gegend.
Die Ausstellung in der Treisberger Stubb’ gab Einblicke in diese kleinen, aber spannenden Unterschiede und ließ so manche längst vergessene Ostertradition wieder lebendig werden. Neben den Bräuchen gab es auch allerlei Österliches zu entdecken: alte Backformen, Eierbecher, kunstvoll verzierte Ostereier und vieles mehr. Und natürlich durfte auch der Osterhase nicht fehlen – schließlich galt es, ihn beim „Eierlegen“ genau im Auge zu behalten!
An den Ausstellungstagen konnten sich die Initiatoren über zahlreiche „eiersuchende“ Besucherinnen und Besucher freuen. Die Ausstellung war ein schöner Erfolg. Herzlichen Dank an alle, die sich auf die Zeitreise durch das Usinger Land begeben haben!






