Der Pferdskopfturm

Der Pferdskopfturm bei Treisberg gehört zu den schönsten Aussichtstürmen im Taunus. Der 34 Meter hohe Holzturm steht auf dem 662 Meter hohen Pferdskopf und bietet nach dem Aufstieg einen beeindruckenden Panoramablick über den Hochtaunus, das Weiltal und bei guter Fernsicht bis zum Großen Feldberg, in den Hunsrück, den Odenwald und sogar bis zum Donnersberg in der Pfalz.

Die Geschichte des Aussichtsturms reicht bis in das ausgehende 19. Jahrhundert zurück. Im Jahr 1895 errichtete der Taunusklub auf dem Gipfel einen rund 18 Meter hohen Stahlfachwerkturm. Wie viele Aussichtstürme jener Zeit sollte er den aufkommenden Wandertourismus fördern und die landschaftlichen Reize des Taunus einem wachsenden Publikum erschließen. Nachdem die Konstruktion im Laufe der Jahrzehnte – trotz regelmäßiger Wartungsarbeiten - baufällig geworden war, wurde sie Anfang der 1960er-Jahre abgebaut.

Erst 1987 erhielt der Pferdskopf wieder einen Aussichtsturm. Der heutige, 34 Meter hohe Holzturm wurde vom damaligen Umlandverband Frankfurt in moderner Holzfachwerkbauweise errichtet und der Gemeinde Schmitten übergeben. Seitdem zählt er zu den beliebtesten Ausflugszielen im Naturpark Taunus und ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Wanderer, Radfahrer und Naturfreunde.

Mehrere gut ausgeschilderte Wanderwege führen auf den Gipfel. Wer die 178 Stufen bis zur Aussichtsplattform erklimmt, wird mit einer der eindrucksvollsten Fernsichten im Taunus belohnt. Damit verbindet der Pferdskopfturm auf besondere Weise Naturerlebnis, Regionalgeschichte und die lange Tradition der Aussichtstürme im Taunus.

Der Pferdskopfturm um 1930

Der heutige Turm

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